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Novum: KfW-40-Häuser im sozialen Wohnungsbau
Neubau drei Energiespar-Wohnanlagen in der Stanggaß

Aktuell arbeitet die Hans Angerer Niedrigenergiehäuser GmbH im Auftrag des Wohnbauwerk Berchtesgadener Land an einem innovativen Wohnbau- Projekt in der Stanggaß. 28 bezahlbare neue Mietwohnungen entstehen in bester Wohnlage am Tristramweg unter ökologischen Gesichtspunkten. Im modernen Design werden diese Wohnungen in Reihenhaus-Optik mit einem und maximal zwei Obergeschossen gestaltet.
Hans Angerer, Fritz Hanke
Wohnbauwerk-Geschäftsführer Fritz Hanke stand freundlicherweise zu einem kurzen Interview zur Verfügung:

Herr Hanke, was ist das Besondere an Ihrem Bau-Projekt in der Stanggaß?

Fritz Hanke: "Das gab es bisher noch nie: Am Tristramweg in der Stanggaß bauen wir Energiesparhäuser nach KfW- 40-Standard im sozialen Wohnungsbau. Als Niedrigstenergiehäuser sind diese mit Holz-Pelletsheizungen ausgestattet und bieten für Mieter in Zukunft eine enorme Heizkostenersparnis. Neben diesem ökologischen Vorteil gibt es aber auch noch einen ganz pragmatischen, den diese drei Häuser bieten: Die Wohnungen im Erdgeschoss sind barrierefrei und zum Teil auch rollstuhlgerecht konzipiert. Dieses Thema kommt, wenn man den Alterskegel betrachtet, immer mehr auf uns zu. Wir müssen besonders auch im sozialen Wohnungsbau an die vielen älteren Menschen denken."

Da das Gebiet in der Stanggaß komplett auf Lehm gebaut wurde, mussten die alten Gebäude wegen Schiefstellung abgerissen werden. Gibt es mit den neuen Häusern auch Probleme mit der Stabilität der Bauwerke?

Fritz Hanke: "Hochinteressant war die Gründung der knapp 7000 Quadratmeter großen Fläche. Abgestimmt auf die schwierigen Baugründe waren so genannte Pfahlgründungen erforderlich. Teilweise wurden die Pfähle 20 Meter tief in den Boden gerammt. Diese Metallpfähle, die mit Beton verpresst wurden, tragen nun die Häuser sicher durch eine so genannte Mantelreibung. Die Tragfähigkeit wurde dem Prüfstatiker nachgewiesen."

Wie hoch sind dann die Baukosten für so ein Projekt?

Fritz Hanke: "Ohne Berücksichtigung von Grundstückskosten liegen wir bei über drei Millionen Euro Baukosten. Das ist bei 28 Wohnungen aber nicht viel. Wir hatten ursprünglich zu einem Plangutachten eingeladen und uns dann schließlich für das preislich attraktivste Angebot von Hans Angerer entschieden."

Bis wann sind die Wohnungen dann bezugsfertig und wie hoch wird die Miete ausfallen? Fritz Hanke

Fritz Hanke: "Wir wollten diese Häuser grundsätzlich noch in diesem Jahr fertig stellen. Durch Einsprüche und Klagen von Nachbarn hat sich das jetzt mindestens um ein halbes Jahr verzögert. Die Kaltmiete wird bei 6,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegen. Die Warmmiete sollte dann durch die massive Reduzierung der Betriebskosten besonders attraktiv für Mieter werden."


Besonderheiten der Bauweise:

Energiesparende Wand- und Dachkonstruktionen sowie die Minimierung der Wärmebrücken ermöglichen ein behagliches Wohnklima in den Energiesparhäusern am Tristramweg. Dadurch werden die Außenwände innen stets behaglich warm und das Wohnklima besonders angenehm sein.
Das Tragwerkskonzept, basierend auf deckenbündigen Unterzügen und Stützen beziehungsweise kurzen Wandscheiben, ermöglicht auch später noch eine flexible Anpassung der Räume an die individuellen Bedürfnisse der Bewohner. Das Erdgeschoss ist für altersgerechte, barrierefreie Nutzung vorbereitet. Im November 2008 begannen die Baumaßnahmen in der Stanggaß. Eine Fertigstellung ist bereits für Mitte 2009 geplant.