Nachgefragt beim Bau-Profi Hans Angerer:
Es wird aktuell viel über sogenannte Energiesparhäuser geredet. Kaum ein Bauthema erhitzt die
Gemüter so sehr wie die Holzrahmenbauweise und das umweltfreundliche, energiesparende Wohnen. Mit
der Energiesparverordnung der Bundesregierung ab dem Jahr 2010 werden nur mehr Neubauten mit
Passivhausstandard genehmigt.
Dazu befragen wir den Experten für Passivhäuser im Berchtesgadener Land, Hans Angerer aus der
Strub:
Was ist das Besondere an ihren Energiesparhäusern?
"Sie sind individuell in der Ausführung, kalkulierbar durch den garantierten Festpreis und schon nach
drei Monaten bezugsfertig. Außerdem sind Energiesparhäuser ökologisch besonders wertvoll
und sparsam im Unterhalt da wesentlich weniger Energie verbraucht wird."
Wer sind in der Regel ihre Kunden?
"Wir haben in der Regel zwei Kundengruppen: das ist einmal die junge Familie, die meist aus einer Mietwohnung
kommt und sich ihr Eigenheim baut und dann die älteren Menschen, die ihren Ruhesitz oder ihr Austragshaus
mit uns realisieren."
Wie reagieren sie als Baufirma, wenn die Kunden viel selbst machen möchten?
"Es freut mich natürlich wenn bei mir das komplette Haus gekauft wird. Ich biete es Interessenten zuerst
immer gesamt und mit Festpreis an. Meistens wird das eine oder andere allerdings von den Bauherren gemacht.
Die Malerarbeiten zum Beispiel macht fast jeder selbst. Das Wichtigste aber ist mir, dass der Kunde seine
persönlichen Vorteile, wie handwerkliches Geschick und Zeit für Eigenleistungen einbringen kann.
Daher unterstütze ich meine Kunden in dieser Hinsicht und helfe auch bei den Eigenleistungen wo ich kann."
Wie gehen sie vor, wenn ein Interessent zu ihnen kommt?
"Zuerst führen wir immer ein umfassendes kostenloses Gespräch und hören genau zu was der Kunde
möchte, seine Bedürfnisse stehen im Vordergrund. Das Wichtigste ist, dass er das bekommt was er will
und was er sich leisten kann und möchte. Wir bauen ja nicht nur neue Häuser, auch der Bereich Umbau
und Sanierung gehört zu unseren Spezialgebieten. In diesem Fall bedarf es dann erst einmal einer Diagnose:
Welche Bausubstanz ist vorhanden? Was kann man noch sanieren und was nicht mehr? Wie ist es am wirtschaftlichsten?
Diese Diagnose und auch die Lösungsvorschläge sind erst einmal unverbindlich, denn wir möchten
eine echte Hilfestellung für Probleme in Sachen Immobilien geben. Wenn sich daraus ein Bauauftrag ergibt,
freut es mich natürlich sehr, denn davon leben wir."
Was betrachten sie als ihre Kernkompetenzen?
"Wir sind Generalunternehmer und inzwischen auch Generalplaner für Bauvorhaben. Spezialisiert haben wir
uns auf energiesparende Bauweisen und die Sanierung von Bauten bis hin zum Denkmalschutz."
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