Nicol, Witalij und Raphael haben ihr eigenes Haus am Datzmannfeld in Bischofswiesen bezogen: „Würden es immer wieder genauso machen!” So sehen glückliche „Häuslebauer” aus.
Seit einiger Zeit begleiten wir nun schon die junge Familie Nicol,Witalij und den zweijährigen Sohn Raphael auf dem Weg vom ersten Spatenstich bis zum Einzug ins neue Haus am Datzmannfeld in Bischofswiesen.
Seit eineinhalb Wochen wohnt die Familie nun in ihrem eigenen Heim, der Traum ist Wirklichkeit geworden. Noch schweben die Drei wie auf der sprichwörtlichen „Wolke Sieben“, sie können es noch garnicht fassen, dass sie ihren Herzenswunsch in die Tat umsetzen haben können. Einen Wunsch, der für sie alle eine wichtige Weichenstellung im Leben bedeutet.
Sohn Raphael blüht auf in den eigenen vier Wänden, in denen er endlich nach Herzenslust Krach machen darf oder gleich zur Türe raus in den Garten gehen kann. Seine Eltern Nicol und Witalij sind wie überwältigt vor Freude und sagen: „Das ist unser Zuhause, in dem unser Sohn Wurzeln schlagen kann und wir ihm Flügel geben wollen. Ein Zuhause, in das er,wenn wir beide einmal alt sind, immer wieder gerne zurückkehren wird. ”Das Ende ist umso glücklicher, da die beiden in ihrer ersten Unbedarftheit mit dem Hausbau beinahe eine Bruchlandung erlitten hätten. Doch das Schicksal kam in Form eines guten Tipps zu Hilfe, Nicol und Witalij wandten sich an den Bauunternehmer Angerer und von da an ging plötzlich alles wie von selbst. Lesen Sie selbst, was die Familie am Ziel angekommen im Gespräch mit dem Wochenblatt erzählt.
Wochenblatt: Was empfanden Sie nach der ersten Nacht im neuen Haus beim Aufwachen?
WITALIJ: Es war irgendwie komisch, einfach total ungewohnt –im positiven Sinne. Ich dachte nur: Ist das wirklich mein Zuhause .
NICOL: Ich fand’s total genial. Als wir am Freitag kamen und erfuhren, dass wir schon da bleiben können, sind wir nicht einmal noch in die Wohnung gefahren, um Sachen zu holen. Wir sind gleich da geblieben vor Freude.
Ich kann mich erinnern, als ich am Morgen nach der ersten Nacht zum Fenster raus sah ins Grüne, wie schön ich das fand. Und Klein-Raphael freute sich riesig, weil er eine Katze vorbei spazieren sah.
Anhören - Die erste Nacht
Wie empfindet Ihr rückblickend die vergangenen dreieinhalb Monate vom Spatenstich bis zum Einzug?
NICOL: Es war eine sehr aufregende Zeit im Positiven. Und natürlich auch sehr anstrengend, da wir sehr viel selbst gearbeitet haben. Wir waren bis auf einmal jeden Tag da, wie kleine Kinder. Am Tag des Spatenstichs hat es geregnet und geschüttet und ein Deutschland-Fußballspiel zur Weltmeisterschaft kam im Fernsehen. Trotzdem haben wir bei strömendem Regen dem Bagger zugeschaut, wie er das erste Loch ausgehoben hat.
WITALIJ: Ich kann mich noch genau erinnern, wie faszinierend dieser Moment für die Zwei war .
Was für ein Gefühl durchströmt Euch jetzt, da Euer Traum vom eigenen Haus in Erfüllung gegangen ist?
NICOL: Es ist alles noch irgendwie unrealistisch. Man glaubt zu Beginn gar nicht, dass es so kommen wird. Alles steht fest, andererseits denkst Du dann während der Arbeiten nicht mehr so viel, weil du keine Zeit mehr dazu hast. Du arbeitest und handelst. Ich habe Herrn Angerer und den Arbeitern auch immer blindlings vertraut, obwohl ich ein Mensch bin, der alles haarklein überprüft und hinterfrägt. Aber es hat von Anfang an alles gepasst und wir hatten ein gutes Gefühl. Wir sind reingewachsen und dann überlegt man nicht mehr soviel. Man steckt drin und hat immer wieder viele Glückserlebnisse.
WITALIJ: Woche für Woche ist das Haus gewachsen, es ging ständig sichtbar voran. NICOL: Vom baulichen her war es für mich nur dann ein Tiefpunkt, wenn wir eine Arbeit erledigten, die lange dauerte, aber bei der nicht so schnell sichtbar wurde, dass es weiterging. Übrigens hatte auch Raphael die größte Freude auf der Baustelle. Er durfte malern, spachteln, Schrauben mit der Hilti reindrehen und so weiter. Am ersten Kindergartentag gab es sogar Tränen, weil er lieber auf der Baustelle bleiben wollte.
Anhören - Rückblick Nicol
Was habt ihr alles selbst gemacht?
WITALIJ: Wir ließen uns Keller, Rohbau und Dach fertigen.
Wir machten die Innendämmung, Installationsebene, wir haben mit Rigips geplankt, gespachtelt, geschliffen, geweißelt und Böden gelegt.
Was konntet ihr euch auf diese Weise von der Bausumme einsparen?
NICOL: Circa acht Prozent haben wir dadurch an Baukosten eingespart. Man sieht das Haus auch mit ganz anderen Augen, wenn man selbst soviel mitgearbeitet hat.
Anhören - Kosten
Warum habt Ihr Euch für diesen Bauherren entschieden?
NICOL: Wir waren ja schon vorher mit einer anderen auswärtigen Firma in Verhandlung und letztlich platzte die ganze Sache. Ich erinnere mich noch genau, als wir das erste Mal bei Herrn Angerer anriefen. Er hatte sofort Zeit, redete nicht um den heißen Brei herum und sagte uns direkt, was finanziell machbar ist für uns und was nicht. Das ist gleich ein ganz sicheres Gefühl. Wir vertrauten ihm von Anfang an, es hat einfach gepasst. Seine Art hat uns wahnsinnig gefallen, es ging immerhin um unser Lebenswerk.
Was empfiehlt ihr anderen jungen Familien?
NICOL: Nicht so blauäugig an die Sache heran zu gehen, wie wir zu Beginn. Man muss sich genau überlegen, was man sich leisten kann und was nicht. Und: Keine Angst vor Eigenleistung. Auch mit dem Kind auf derBaustelle war das überhaupt kein Problem, das war vorher eine große Sorge von mir. Für ihn war das alles ein großes Erlebnis, er hat zum Beispiel stundenlang nur dem Bagger zugeschaut. Wir haben ihm genaugesagt, was er tun darf und was nicht und er hat es verstanden.
Was gefällt Euch so gut am Datzmannfeld?
NICOL: Wenn man das hier sieht, das spricht für sich: Wiesen, Berge, Felder. Der Ort strahlt Ruhe aus, wir haben viel Sonne.
Was ist für Euch als Famile der Vorteil eines Hauses gegenüber einer Wohnung?
NICOL: Einer der Gründe ein Haus zu bauen war für uns,unser Sohn. Wir wohnten im zweiten Stock, mussten jedes Mal runtergehen. Jetzt machen wir die Terassentüre auf und sind draußen. Hier ist Wald, wir haben ein Skigebiet vor der Nase, Spielplatz, Schule, Geschäfte – alles ist in direkter Nähe. Raphael ist hier im Haus richtig aufgeblüht, manchmal habe ich das Gefühl, dass uns einfach nur alles so zufliegt. Wir waren so unglücklich, als unser erster Versuch nicht geklappt hat und es ist, als sei hier eine Türe aufgegangen und die Sonnenstrahlen kamen herein.
Anhören - Wunsch
Müsst ihr Euch finanziell künftig stark beschränken?
NICOL: Wir haben uns alles sehr gut überlegt und durchgerechnet. Wir haben auch ins Kalkül einbezogen, sollte aus irgendeinem Grund einmal etwas sein. Wir sind von Haus aus solide Menschen und überlegen gut, wie wir mit unserem Geld umgehen. Wir hätten das mit dem Haus nicht gemacht, wenn es eine Bürde und Belastung geworden wäre.
Gibt es noch irgend etwas, das Sie sagen möchten?
NICOL: Mir ist ganz wichtig, den Bauarbeitern zu sagen, wie toll sie gearbeitet haben und wie sehr sie uns unterstützt haben. Wir konnten immer Fragen stellen und die Arbeiter sind auch von sich aus auf uns zugekommen, um uns Vorschläge zu machen. Wir hatten viele Fragen, weil wir ja Laien auf diesem Gebiet sind, und die Arbeiter waren immer sehr nett. Ich finde es sehr bewundernstwert wenn jemand, für den Haus bauen zur täglichen Arbeit gehört, trotzdem mit soviel Engagement dabei ist. Alle haben mit uns sehr gut koopiert, egal ob es nun der Installateur, der Elektriker oder der Dachdecker war. Wir sind glücklich und bedauern unsere Entscheidung nicht: Wir würden es immer wieder genauso machen! Für unsere Familie ist unser Haus eine Ruheoase, in der wir in Zufriedenheit, Gesundheit und Liebe leben wollen!